Nachsorge
Viele Mütter können ihr Glück kaum fassen, wenn sie die ersten Tage mit ihrem Kind zuhause sind. Doch vielleicht werden auch Ihnen plötzlich so viele Fragen einfallen, an die Sie vorher gar nicht gedacht haben. Eine Hebamme wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und Ihnen helfen, die Zeit mit Ihrem Baby in vollem Maße zu genießen.
Sie haben bis zu zehn Tage nach der Geburt des Kindes Anspruch auf
Nachsorge durch eine Hebamme. Bei bestimmten Beschwerden verlängert
sich diese Zeit auf bis zu acht Wochen, deren Kosten vollständig von
der Krankenkasse übernommen werden.
In den ersten Tagen kommt die Hebamme täglich ein- bis zweimal zu
Besuch. Sie wird Ihr Kind gründlich auf angeborene
Stoffwechselkrankheiten und Fehlbildungen oder Geburtsverletzungen hin
untersuchen. Fünf Tage nach der Geburt nimmt die Hebamme dem Baby an
der Ferse Blut ab. Dieser Test sollte Sie nicht beunruhigen, er dient
nur der Überprüfung, ob mit Ihrem Kind alles in Ordnung ist. Weiterhin
kontrolliert die Hebamme das Gewicht des Säuglings.
Natürlich wird sich auch um Ihre Gesundheit gekümmert. Die Hebamme wird
überprüfen, ob sich Ihre Gebärmutter nach der Geburt zurückbildet, ob
Infektionen aufgetreten sind und zeigt Ihnen erste Übungen zur
Rückbildung. Sollte es während der Geburt zu Verletzungen gekommen
sein, kontrolliert Ihre Hebamme die Wundheilung und wird gegebenenfalls
auch die Fäden ziehen.
Neben der gesundheitlichen Vorsorge kann eine gute Hebamme Ihnen auch zahlreiche Tipps zum Zufüttern und Stillen, zu verschiedenen Wickeltechniken, zum Baden und Pflegen des Babys, sowie zu Kinderkleidung, -erziehung und –impfung geben. Sie ist Ihnen außerdem eine emotionale Stütze und wichtige Vertrauensperson in dieser aufregenden Zeit als frische Mutter.




