Gesund und Fit

Während Ihrer Schwangerschaft sorgen Hormone für grundlegende Veränderungen der körperlichen Belastbarkeit. Auch das Baby in Ihrem Bauch, das täglich an Gewicht zulegt, kostet zusätzliche Kraft. Wichtig ist es, trotzdem aktiv zu bleiben und sich zu bewegen. Wenn Sie die neun Monate nur „absitzen“, langweilt sich Ihr Kind, denn es reagiert schon im Mutterbauch auf Geräusche und Berührungen.

Diese beiden Formen des sanften Trainings haben ein Ziel: mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Erfolg zu erzielen. Jede Übung stellt Sie vor die Aufgabe, Ihre Gliedmaßen Schritt für Schritt dorthin zu bringen, wo sie sein sollen. Das erfordert ein hohes Maß an Körperbeherrschung und Kontrolle.

Wer regelmäßig trainiert (optimal ist dreimal pro Woche), wird die Erfolge schnell spüren. Denken Sie jedoch immer daran, dass die Intensität Ihres Trainings den „anderen Umständen“ angepasst werden muss.

Wann sollten Sie kein Training absolvieren?

  • bei starkem Schwangerschaftserbrechen
  • bei chronischen Erkrankungen, die die körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen (z.B. Herzfehler, Bluthochdruck, Asthma, Multiple Sklerose)
  • bei Mehrlingsschwangerschaft (vor Trainingsbeginn ärztlichen Rat einholen)
  • bei Blutungen in der Schwangerschaft
  • bei tief sitzendem bzw. vorliegendem Mutterkuchen (Placenta praevia)
  • Gebärmutterhalsschwäche (erhöht das Risiko für Frühgeburten)
  • bei vorzeitigen Wehen oder Abgang von Fruchtwasser

Weitere Hinweise:

  • Yoga- und Pilates-Anfänger sollten diese Übungen zu Beginn unter Anleitung durchführen.
  • Mit fortschreitender Schwangerschaft sollte die Rückenlage (über längere Zeit) vermieden werden. (siehe Vena-Cava-Kompressionssyndrom)
  • Sie sollten die Übungen nicht im „kalten“ Zustand durchführen, sondern sich vorher leicht erwärmen (z.B. Spaziergang).
  • Tragen Sie beim Üben bequeme Kleidung und benutzen Sie eine Matte oder ähnliches (z.B. eine Fleece-Decke).
  • Führen Sie die Übungen nur solange durch, wir Sie es als angenehm empfinden.
  • Nehmen Sie die beschriebenen Positionen langsam ein, ohne dabei Schmerzen zu verursachen.

Die Atmung

Atmen Sie bei allen Übungen durch die Nase ein und durch den Mund aus. Damit bewegen Sie sich fließender und die Übung erscheint leichter. Versuchen Sie den Bauchnabel während der Übungen nach innen, Richtung Wirbelsäule, zu ziehen.

Vena-Cava-Kompressionssyndrom

Das zunehmende Gewicht der Gebärmutter drückt auf die untere Hohlvene (Vena-cava). Dadurch fließt weniger Blut zum Herzen, der Bluttdruck und die Sauerstoffversorgung nehmen ab. Dieser Druck kann Schwindel, Übelkeit und Herzrasen verursachen. Nicht alle Schwangeren sind von diesem Syndrom betroffen. Man geht davon aus, dass es dem Kind nichts ausmacht, wenn die Mutter die Rückenlage verträgt. Bei Übelkeit, Schwindel und Unwohlsein sollte die Schwangere auf Übungen in Rückenlage jedoch verzichten!

Hier finden Sie verschiedene Übungen. Machen Sie mit!

Diese Seite ist in Kooperation mit www.sportundschwangerschaft.de entstanden.
Konzeption: Diemar, Jung & Zapfe GmbH, Jessica Kummer.