Ernährung

Auch wenn es Ihnen vielleicht noch unwirklich vorkommt: Das Baby in Ihrem Bauch braucht Ihre Liebe und Fürsorge. Die richtige Ernährung ist dabei ein wichtiger Schlüssel. Ihr Baby hat einen direkten Draht zu Ihnen: die Nabelschnur. Sie bestimmen durch Ihre eigene Ernährung, ob dem Kind alle für die Entwicklung notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.Je ausgewogener Ihre Ernährung, desto besser die Voraussetzungen für Ihr Kind.

Auch wenn viele denken, dass sie für zwei essen sollten: Es ist tatsächlich so, dass nur der Nährstoffbedarf ansteigt, der Energiebedarf aber fast gleich bleibt. Die Kunst liegt also vor allem darin, Nahrungsmittel mit hoher Nährstoffdichte ausfindig zu machen. Der energetische Mehrbedarf liegt bei ca. 250 kcal pro Tag (ca. 10-11%). Wenn Sie diesen Ratschlag beherzigen, verläuft die Gewichtszunahme im Normalfall langsam und stetig.

Vorrangig wichtig zum Aufbau neuen Lebens ist Protein (Eiweiß). Auf dem Speiseplan sollten tierische und pflanzliche Eiweißlieferanten wie Hülsenfrüchte, Nüsse und zum anderen Milch und Milchprodukte, Eier, mageres Fleisch und magerer Fisch zu finden sein.

Ganz ohne Fett geht es nicht. Der Fettanteil sollte sich während der Schwangerschaft nur unwesentlich von 30% auf 35% der Energiemenge erhöhen. Das entspricht ca. 70-90g pro Tag. Dabei sind ungesättigte Fettsäuren vorzuziehen. Sie finden diese zum Beispiel in Sonnenblumen-, Oliven-, und Rapsölen. Auch Fische wie Makrele und Lachs (reich an Omega-3-Fettsäuren) sind sehr zu empfehlen.

Versuchen Sie jedoch, den Hauptteil Ihres Energiehaushaltes mit Kohlenhydraten zu decken. Um dieses Ziel zu erreichen ist ein Mix aus Vollkornbrot, Müsli, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Kartoffeln und Reis am besten geeignet. Ihr hoher Ballaststoffanteil ist außerdem für eine gesunde Verdauung günstig.

Vitamine , Mineralstoffe und Co: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und weitere Vitalstoffe steuern und kontrollieren nahezu alle Stoffwechselvorgänge und müssen ebenfalls mit der Nahrung zugeführt werden. Der menschliche Körper ist nämlich nicht in der Lage, diese zum Teil komplizierten Verbindungen selbst zu bilden. Da sie jeweils nur in vergleichsweise geringen Mengen benötigt werden, fasst man sie unter dem Begriff Mikronährstoffe zusammen. Wichtig dabei: Der Bedarf an einigen dieser Vitalstoffe erhöht sich in der Schwangerschaft enorm.