Komplikationen
Die Schwangerschaft ist für die meisten Frauen eine der schönsten und spannendsten Zeiten ihres Lebens. Doch gerade in diesem Abschnitt gibt es eine Reihe von Risiken. Die moderne Medizin kann viele davon minimieren. Deshalb sollte auch niemand in Panik verfallen. Trotzdem muss jede werdende Mutter aufgeklärt sein und wissen, welche Komplikationen auftreten können, um mögliche Gefahren zu vermeiden.Bei dieser Untersuchung, der Amniozentese, wird der Gesundheitszustand des Ungeborenen geprüft, um Erkrankungen oder Fehlbildungen zu diagnostizieren. Nur wenn das Risiko von Erbgutveränderungen, Erbkrankheiten oder Entwicklungsstörungen erhöht erscheint, entschließt sich der Gynäkologe, eine solche Untersuchung durchzuführen, z.B. wenn
- bei werdender Mutter, werdendem Vater oder Verwandten genetische Defekte festgestellt wurden,
- bei Geschwistern des Ungeborenen Erbkrankheiten oder schwere, angeborene Stoffwechselstörungen vorhanden sind,
- bei einer Ultraschall-Untersuchung Entwicklungsstörungen oder Fehlbildungen erkannt wurden.
Diese Kontrolle erfolgt zwischen der 15. und 16. Schwangerschaftswoche. Die Fruchtwasseruntersuchung kann aber auch ab der 30. Schwangerschaftswoche erfolgen, um eine Blutgruppen-Unverträglichkeit zwischen Mutter und Kind auszuschließen oder bei einer drohenden Frühgeburt die Lungenreife zu bestimmen.
Bei der Untersuchung wird eine dünne Nadel wird an einer ausgewählten Stelle der Bauchdecke in die Fruchtblase eingeführt. 20 ml Flüssigkeit mit Zellproben werden entnommen und untersucht. Während der gesamten Zeit wird parallel eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt, um mit der Nadel nicht in die Nähe des Kindes zu kommen.
Bei einem Schnelltest erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden Hinweise auf mögliche Schäden, für die genauen Ergebnisse müssen ca. 14 Tage eingeplant werden. Sie sollten wissen, dass Ergebnisse, wie auch die anderer Untersuchungen nur eine annähernde Sicherheit bieten. Auch die Untersuchung selbst ist nicht völlig risikofrei. Daher sollte sie sorgfältig mit Arzt und Partner abgewogen werden. Diese Abwägung gilt generell für alle Formen pränataler Diagnostik (z.B. Plazenta- oder Chromosomenuntersuchungen).





