Geld und Recht

Für Sie als Schwangere hat der Gesetzgeber eine Reihe an Rechten und Regelungen geschaffen, die Sie schützen sollen und Ihnen die Möglichkeit geben, sich mit ausreichend Zeit auf die Geburt Ihres Nachwuchses vorzubereiten.

Damit Sie und Ihr Kind in der sensiblen Zeit der Schwangerschaft nicht gefährdet werden, hat der Staat das Mutterschutzgesetz eingerichtet. Darin ist u.a. geregelt, dass werdende Mütter

  • nicht arbeiten dürfen, wenn dass das Leben und Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet sind (ärztliches Attest),
  • 6 Wochen vor Entbindungstermin nicht mehr arbeiten dürfen, es sei denn, sie wünschen es, und geben eine entsprechende Erklärung bei ihrem Arbeitgeber ab,
  • keine Gegenstände über 5 kg manuell bewegen und keinen gesundheitlichen Stoffen (Dämpfen) ausgesetzt werden dürfen.

Außerdem sind Arbeiten mit einem bestimmten Arbeitstempo (Akkordarbeiten, Fließbandarbeiten) und Arbeiten im dauerhaften Stehen (ab 5. Monat) für Schwangere nicht zulässig.

Als werdende Mutter müssen Sie Ihren Arbeitgeber informieren, sobald Ihre Schwangerschaft vom Arzt bestätigt bekommen. Ihr Arbeitgeber hingegen darf Anderen nichts ohne Ihr persönliches Einverständnis über die Schwangerschaft erzählen.

Damit Sie in Ruhe zu Schwangerschaftsvorsorge-Untersuchungen gehen können, muss Ihr Arbeitgeber Ihnen Zeit dafür einräumen. Wenn Sie noch Resturlaub haben, bevor Sie in den Mutterschutz gehen, dürfen Sie diesen ins nächste Urlaubsjahr übernehmen.

Nach der Entbindung dürfen Sie frühestens nach 8 Wochen wieder zur Arbeit. Wenn es eine Früh- oder Mehrlingsgeburt war, sind es sogar 12 Wochen.