Häufige Fragen
Antwort: Jod ist wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Ein Mangel an Jod führt zu einer Stimulation der Schilddrüse mit nachfolgender Volumenzunahme (Struma). Kann der Jodmangel nicht kompensiert werden, entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion mit Beeinträchtigung des Gesamtstoffwechsels sowie weiteren Folgeerkrankungen, z.B. erhöhte Frühgeburtlichkeit, gestörte Gehirnentwicklung und damit verbundene geistige Defizite des Kindes.
Antwort: Der Jodversorgungszustand der Mutter bestimmt die Jodversorgung des Feten, die Jodkonzentration der Frauenmilch und damit auch die Jodversorgung des voll gestillten Säuglings. In der Schwangerschaft liegt ein zusätzlich erhöhter Jodbedarf vor. Schwangere sollten deshalb ganz besonders auf eine ausreichende Jodzufuhr achten; diese wird mit einer täglichen Aufnahme von 230 µg erreicht. Während des Stillens muss die mit der Frauenmilch ausgeschiedene Jodmenge ersetzt werden. Die für Stillende empfohlene Jodzufuhr beträgt deshalb 260 µg/Tag. Bei Schwangeren und Stillenden beträgt die Versorgungslücke zwischen Aufnahme mit der üblichen Nahrung und der Zufuhrempfehlung 100–150 μg/Tag.
Antwort: Eine individuelle Jod-Supplementierung ist sinnvoll. Schwangere und Stillende sollten deshalb neben einer jodreichen Grundnahrung (Seefisch, Milch, Milchprodukte, Jodsalz) zusätzlich 100-150 µg Jod täglich in Form von Supplementen zu sich nehmen (Empfehlungen Arbeitskreis Jodmangel in Deutschland). Eine Gefahr durch überreichliche Jodzufuhr besteht im Allgemeinen nicht. Sind der Jodbedarf von Mutter und Kind gedeckt und die Jodspeicher der Schilddrüse aufgefüllt, wird überschüssiges Jod über die Nieren ausgeschieden.





