Häufige Fragen
Antwort: Folate (von lat. folium= Blatt) gehören zu den wasserlöslichen B-Vitaminen und spielen eine Schlüsselrolle bei Stoffwechselvorgängen, in erster Linie bei der Zellerneuerung und dem Zellwachstum. Das Vitamin ist für die Synthese von Nukleinsäuren erforderlich, daher sind Gewebe, die sich schnell teilen und erneuern, besonders auf ausreichend Folate angewiesen. Dazu zählen Knochenmark und Schleimhäute, bei der Blutbildung steht es in enger Verbindung mit Vitamin B12 und Eisen, bei anderen Stoffwechselaufgaben mit Vitamin B6 undB12. In der Schwangerschaft mit Billionen von Zellteilungen kommt ihnen daher eine besondere Bedeutung zu. Folate kommen in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Vor allem Blattgemüse weisen einen hohen Gehalt auf. Gute Folatquellen sind Spinat, Salate, Weißkohl, Tomaten, Orangen, Leber und Getreide.
Antwort:
Prinzipiell ja, aber mit der heute üblichen Ernährungsweise werden frisches Obst und Gemüse in zu geringen Mengen verzehrt. Die Bioverfügbarkeit
der in der Nahrung vorkommenden Folate variiert in beachtlichem Umfang (20-70%), außerdem sind Nahrungsfolate hitze- und lichtempfindlich so dass
bei der Zubereitung zusätzlich Verluste entstehen.
Im Ernährungsbericht 2008 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wird die Versorgung der Bevölkerung mit Folat als unzureichend angesehen.
Dies trifft in besonderem Maß auf junge Frauen im Alter zwischen 25 und 34 Jahre zu.
Antwort: Folsäure hat im Gegensatz zu natürlichen Folaten eine nahezu 100%ige Bioverfügbarkeit und zeichnet sich durch Stabilität gegenüber Hitze und Licht aus. Folsäure wird synthetisch hergestellt und in Vitalstoffprodukten und zur Anreicherung von Lebensmitteln und Getränken verwendet.
Antwort: Der Mangel an Folsäure in der Frühschwangerschaft kann Fehlbildungen beim Kind zur Folge haben. Diese manifestieren sich zum Teil bereits während der vierten Schwangerschaftswoche. Zu diesem Zeitpunkt wissen viele Frauen nichts von ihrer Schwangerschaft. Da es eine gewisse Zeit dauert, bis die Folsäure-Blutspiegel ansteigen, sollte mit einer Supplementation bereits ab Kinderwunsch – in den meisten Fällen mit Absetzen der Pille – begonnen werden.
Antwort: Da der Folatgehalt in Muttermilch ca. 5- bis 10-mal höher ist als die entsprechende Konzentration im Serum, wurde schon früh ein aktiver Konzentrierungsmechanismus vermutet, der eine ausreichend hohe Vitaminzufuhr für den Säugling garantiert, bei weiterer Verarmung der mütterlichen Reserven. Generell gilt, dass die Folatkonzentrationen in Muttermilch direkt nach der Geburt höher sind als gegen Ende der Laktation. Wird hingegen supplementiert, kann ein Abfall der Folatgehalte in der Muttermilch vermieden werden.





